Der langer Kampf um den Erhalt der Birken
| Der Widerstand für den Erhalt der Birken dauert bereits acht Jahre. Hier dokumentieren wir die wichtigsten Stationen: Die Birken in der Weihbergstraße wurden Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts gepflanzt. Im Jahr 1999 gab es einen Briefwechsel zwischen dem Bürgermeister der Gemeinde, Herrn Nimmerrichter, und dem Anlieger, Johannes Jansen bezüglich des ökologischen Wertes und der Erhaltung der Birken. In dem Schreiben äußerte sich der Bürgermeister dahin-gehend, wegen des ökologischen Wertes und des zu erhaltenden Charakters des Straßenzuges die Birken zu erhalten. Im Ratsbeschluss von 8.10.2003 beschloss der Ge-meinderat die Erhaltung der Birken in der Weihbergstraße. Auszug aus der Beschlussvorlage der Gemeinde Niederzier vom 19.12.2005 für die Bau- und Umwelt-ausschusssitzung am 12.01.06 : Mit Schreiben vom 21.11. 2005 wurden die 17 Be-wohner der Häuser, vor denen die Birken in der Weih-bergstraße stehen, von der Gemeinde angeschrieben, um Auskunft darüber zu geben, ob sie für oder gegen das Entfernen der Birken und einen anschließenden Aus-bau des Bürgersteiges sind. Die Antworten ergaben folgendes Ergebnis: 11 Anlieger sind gegen das Entfernen der Birken und den anschließenden Ausbau des Bürgersteiges, 2 Anlieger sind für das Entfernen der Birken und den anschließenden Ausbau des Bürgersteiges, 2 Anlieger sind für das Entfernen der Birken, aber gegen den anschließenden Ausbau des Bürgersteiges, ein weiterer Anlieger ist für das Entfernen der Birken, äußert sich aber nicht zum gleichzeitigen Bürger-steigausbau, 1 Anlieger ist gegen den Bürgersteig-ausbau, teilt aber keine Meinung zum Entfernen der Birken mit. Auszug aus der Niederschrift der Bau- und Umweltaus- schusssitzung am 12.01.06: Der Bau- und Umwelt-ausschuss der Gemeinde Niederzier war in seiner Sitzung am 12.1.06 einhellig der Meinung, zunächst dem mehrheitlichen Votum der Anlieger für den Erhalt der Birken zu folgen. Vor weiteren Beratungen sollten die Stand-festigkeit und die Lebens-erwartung der Bäume untersucht werden. Nach einer Verkehrsbeob-achtung durch die Polizei wurde festgestellt, dass ca.30 Schulkinder die Weihberg-straße an ihrer Einmündung von der Köln-Straße her überqueren; die Polizei em-pfahl, die Dinge so zu be-lassen, wie sie sind. In der Bau- und Umweltausschusssitzung am 25.01.2007 kam das Thema „Birken in der Weihbergstraße“ erneut auf das Programm, wurde allerdings auf die Ratssitzung am 01.03.07 vertagt. Vorausgegangen war ein Schreiben vom SPD-Distrikt Niederzier an die Gemeinde, in welchem ein Antrag auf die Beseitigung der Birken in der Weihbergstraße gestellt wurde. Begründet wurde dieser Antrag damit, dass bei einem Sturm im September 2006 große Äste an zwei Birken abgeknickt waren, woraufhin die beiden entsprechenden Bäume gefällt wurden. Aus dem Abbrechen dieser Äste wurde auf einen schlechten Zustand aller Birken geschlossen und, aus Sicherheitsgründen, der Antrag auf die Beseitigung aller Birken gestellt. Dazu muss gesagt werden, dass zweimal im Jahr die Standfestigkeit und damit der gesundheitliche Zustand der Birken von Amtswegen über-prüft wird, und dass sie für gesund befunden wurden und noch eine Reihe von Jahren vor sich haben, da sie zur Zeit etwa 45 Jahre alt sind und bis zu 120 Jahre alt werden können. Während des letzten Orkanes „Kyrill“ im Januar 2007 sind an den Birken keine Schäden entstanden. Der vorgenannte SPD- Antrag entspricht nicht dem vor etwas mehr als einem Jahr geäußerten Wunsch der Anlieger, sondern kommt eher der mehrfach ge-äußerten Absicht der Ge-meinde, in der die SPD die Mehrheit hat, entgegen, beidseitig der Straße einen Gehweg zu bekommen. In der Ratssitzung am 01.03.2007 wurde in geheimer Abstimmung mehr-heitlich für das Fällen der Birken gestimmt. |

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