Dagmar Faust, für die Grünen Mitglied im Bau- und Umweltausschuss und Mitglied in der Bürgerinitiative für den Erhalt der Birken nimmt Stellung zum Ausgang des Bürgerentscheids Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass das Gespinst aus Lügen, das von den beiden großen Parteien der Gemeinde Niederzier den Bürgern vermittelt wurde – „alte, kranke Birken, die die Sicherheit der Schulkinder gefährden“ - es fertig gebracht hat, viele Menschen so zu verunsichern, dass sie sich lieber einer Stimme enthalten haben, anstatt, wie zum Beispiel im persönlichen Gespräch bei ihrer Stimmenabgabe in der Unterschriftenliste, für das Leben der Birken in der Weihbergstraße zu votieren. Es ist nach der Meinung vieler Bürger in der Gemeinde Niederzier keineswegs so, wie Ortwin Clever angibt, dass „die Bevölkerung der Gemeinde Niederzier sich nicht vor einen pseudo-grünen oder Effekt herrschenden Karren einiger weniger hat spannen lassen, sondern mit ihrem Wahlverhalten eindeutig dokumentiert, dass sie im Gemeinderat ihre souveränen Vertreter der Interessen aller Bürger sieht“; das Wahlergebnis hat eher das Gegenteil bewiesen, denn mit den abgegebenen Stimmen haben sich 61,5% der Wähler für die Erhaltung der Birken ausgesprochen, 38,5% für das Fällen. Augenscheinlich hat der größte Teil der das Wahlergebnis am Sonntagabend erwartenden Bürger genau dieses erkannt: trotz der siegessicheren Pose des Ortwin Clever zogen viele Anhänger von SPD und CDU nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses betroffen davon, sichtlich erschrocken darüber, dass nur 580 Wähler ihrer Aufforderung zu einem „Nein“ gefolgt waren. Die eigentlichen Gewinner der Wahl sind die Vertreter der Birken. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens danken all jenen Menschen, die sich unbeirrt für die Birken eingesetzt haben; sie haben die Tragweite einer Fällaktion in der Weihbergstrasse erkannt. Jakob Waldhausen, der ursprünglich den Antrag auf das Fällen der Birken an die SPD gestellt hatte, wird sich vermutlich noch über die Folgen der geplanten Fällung der Birken wundern: die vorhandene Kanalisation in der Weihbergstraße wird den anfallenden Wassermengen, die vom Weinberg herunter fließen, nicht gewachsen sein, wenn die Birken, die für ihre hohe Wasseraufnahme bekannt sind, gefällt sein werden. Das wird Konsequenzen für die Keller der tiefer liegenden Häuser haben. Die ökologischen Folgen werden hohe betriebswirtschaftliche Kosten nach sich ziehen, wofür dann sicher Jakob Waldhausen mit Freuden finanziell eintreten wird, hat er doch dann keine Blätter mehr von seinem weißen Kiesel-Vorgarten zu entfernen. |  | | | | Dagmar Faust | | | |
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