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Grüne Niederzier 
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Bild: Logo von B/90 Die Grünen

Programm der Niederzierer Grünen

Schule, Kindergarten und Bildung

Wir Grüne stellen die Kinder in den Mittelpunkt unserer Politik. Sowohl in den Kindertagesstätten als auch in den Schulen wollen wir allen Kindern faire Bildungschancen eröffnen und kein Kind zurücklassen. Die Tagesstätten sind für Kinder - neben ihren Familien - der wichtigste Ort von Bildung und Erziehung. Noch immer ist der Bildungsauftrag der Kindertagesstätten nicht ausreichend verankert. Uns Grünen ist klar: Un¬sere Kindertagesstätten leisten viel. Sie sind weit mehr als Betreuungsein¬richtungen und müssen in ihrem Bildungsauftrag gestärkt werden. Nur so können wir verhindern, dass schon im frühesten Kindesalter die Weichen falsch gestellt werden. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf einen Kita¬Platz ab dem ersten Lebensjahr. Mit dem so genannten Kinderbildungsgesetz (Kibiz) haben sich die Bedingungen der Kindertagesstätten z.B. bei der Finanzierung oder den Öffnungszeiten nicht bedarfsgerecht verbessert oder sogar ver¬schlechtert. Wir wollen endlich ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen auch für Kin¬der unter drei Jahren schaffen und die Öffnungszeiten der Tagesstätten den tatsächlichen Bedürfnissen der Eltern und ihrer Kinder anpassen. Dass Eltern für die Erziehung, Bildung und Betreuung ihrer Kinder in der Kinder¬tagesstätte Elternbeiträge entrichten müssen, ist ein Anachronismus und steht dem Bildungsauftrag der Kita entgegen. Wir wollen die Elternbeiträ¬ge Schritt für Schritt abschaffen.
• Wir wollen ein Gesamtkonzept für die Betreuung von Kindern bis 14 Jahre entwickeln, das bedarfsgerecht ausgebaut wird, die örtlichen Vereine und die offene Jugendarbeit einbezieht und sich flexibel den sich verändernden Gegebenheiten anpasst.
• Wir wollen an allen Grundschulen in der Gemeinde die offene Ganztagsgrundschule weiter ausbauen mit einem überzeugenden pädagogischen Konzept, guten Betreuungs- angeboten und einem ausreichenden Raumangebot.
• Wir wollen eine Verbindung von Schule am Morgen sowie Vertiefung, Ergänzung und Förderung am Nachmittag . Der Beitrag der Eltern soll sozial gerecht und einkommensabhängig gestaffelt sein.
• Wir wollen Begabtenförderung, Hausaufgabenbetreuung, Stützkurse bzw. Nachhilfeunterricht, Freizeitgestaltung in Arbeitsgemeinschaften und Kursen.
            Das Raumangebot muss neben den Klassenzimmern, einen Speisesaal, Spielräume         
            und Arbeitsräume bereithalten.

• Wir wollen eine gute personelle Ausstattung der Ganztagsgrundschule:
(Zum Beispiel ):Ein Team bestehend aus:
Einem Verbindungslehrer für morgens und nachmittags, zwei Sozialarbeiter/innen, bis
zu 8 Honorarkräfte, die ein verpflichtendes Angebot aus wählbaren Arbeitsgemein-
schaften bereithalten. Weitere ehrenamtlich tätige Mitarbeiter/innen können hinzu-
kommen.

• Wir wollen Förderkurse für schwache Schüler
• Wir wollen besondere Leistungsangebote für leistungsstarke Schüler
• Wir wollen sozialpädagogische und psychologische Betreuung intensivieren
• Wir wollen Praxisbezug durch Kooperation verstärken: „Praktiker in den Unterricht!“

• Wir wollen bürgerschaftliches Engagement der Eltern in der Schule stärken

• Wir wollen die Beteiligung der Elternräte aller gemeindeeigenen Kindergärten und Schulen durch Entsendung eines Mitglieds mit beratender Stimme in den Schulausschuss der Gemeinde.

• Wir wollen für die behinderten Kinder im integrativen Kindergarten gute Betreuungsangebote.

• Wir wollen Bedarfserhebung, was die Eltern bei den Kindergärten für Öffnungszeiten wollen.

• Wir wollen den Ausbau des integrativen Unterrichts nicht nur im Grundschulbereich, sondern auch im Sekundarbereich I

• Wir wollen den Einsatz von Schulsozialarbeitern/Pädagogen intensivieren , um frühzeitiges Eingreifen bei Schulverweigerung, gewaltbereiten Schülern, Kindern mit Erziehungsdefiziten und Drogenproblemen zu ermöglichen.

• Wir wollen schulpsychologischen Dienst des Kreises Düren vor Ort nutzen und eine Vernetzung der Beratungsstellen und -angebote mit den Kindergärten und Schulen in der Gemeinde Niederzier.

• Wir wollen die Förderung der Zusammenarbeit von Schule mit Handwerk, Handel und Industrie zu einem praxisbezogenen Lernen


Soziale Gerechtigkeit für alle

Der demografische Wandel mit sinkenden Geburtenraten und steigender Lebenserwartung, die Zuwanderung und die Veränderung der sozialen Sicherungssysteme und des Arbeitsmarktes stellen Städte, Gemeinden und Kreise vor völlig neue Herausforderungen. Die Aufgaben kommunaler Sozialpolitik wandeln sich. Die Bevölkerung vor Ort wird nicht nur älter, sie wird auch bunter. Sie stellt vielfältigere Anforderungen an das Gemeinwesen. Unsere Ziele sind:

• die gleichberechtigte Teilhabe am kommunalen Leben ermöglichen,
• für alle Menschen den Zugang zu den örtlichen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten sichern,
• die Selbsthilfe zur Wahrnehmung der eigenen Interessen stärken und
• die kommunalen Hilfssysteme auf die Hilfebedürftigen konzentrieren.

Neue Aufgabe – Menschen wollen in Würde älter werden
Ältere und alte Menschen leben heute zunehmend allein. Lebensqualität und Selbständigkeit im Alter haben für uns eine hohe Bedeutung. Die Betreuung im Alter muss stärker in das kommunale Zusammenleben eingebettet werden. Neben den nötigen Altenpflegeheimen wollen wir die ambulante Versorgung ausbauen und mit neuen Wohnformen auf den unterschiedlichen Bedarf alter, selbständiger Menschen reagieren. Kommunale Altenpolitik muss eine Infrastruktur der Grundversorgung aufbauen. Ein kommunales Umzugsmanagement hilft den generationsbedingten differenzierten Wohnraumbedarf auszugleichen.
Nicht nur die Mitsprache, beispielsweise über SeniorInnenbeiräte, sondern auch der Zugang zu allen kulturellen Angeboten und die Möglichkeit einer Teilhabe an unseren Bildungsangeboten sollte für die alten Menschen unserer Kommune möglich sein. Wir werden in allen Lebensbereichen auf die Integration der Älteren achten. Das Lebenswissen älterer Menschen ist ein unschätzbarer Wert für bürgerschaftliches Engagement.

Gewinn für alle – Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt
Eine zukunftsfähige Kommunalpolitik stellt das Leben von und mit Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt ihrer Anstrengungen. Kinderfreundlichkeit beginnt heute mit einer Stadtplanung, die die Auswirkungen aller Entscheidungen auf die Lebenswelt der Kinder berücksichtigt und darauf ausrichtet. Dazu gehören verkehrsarme öffentliche Räume und mehr Flächen zum Spielen. Dazu gehören zuverlässigere und flexible Betreuungsangebote für Kinder aller Altersgruppen, um jungen Paaren die Entscheidung für Kinder zu erleichtern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung hat – auch vor dem Hintergrund des neuen Bundesprogramms – in den nächsten Jahren hohe Priorität für uns.
Die Jugendlichen brauchen Freiräume, mehr Mitspracherechte und Orientierung. Jugendtreffs – am besten selbstverwaltet –, Jugendgemeinderäte mit mehr Kompetenzen, aber auch die Wahl junger Menschen in den Gemeinderat und Kreistag sind wichtige grüne Anliegen. In der Jugendhilfe werden wir die Prävention stärken. Wir setzen uns für den Erhalt und Ausbau von Schulsozialarbeit, „Streetwork“ und Jugendberufsberatung ein.

Klug in die Zukunft – Wir planen für Jung und Alt
Bei der Planung all dieser Angebote haben wir die Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung bereits im Blick: Die abnehmende Geburtenrate wird noch im laufenden Jahrzehnt zu einer Schrumpfung der Altersgruppe bis 6 Jahren führen. Wir brauchen aktuell mehr Plätze für Ganztagsbetreuung, gleichzeitig wird es bereits bis zum Jahr 2010 weniger Bedarf für Plätze in Kindertagesstätten und Grundschulen geben. Auf diese Entwicklung müssen wir flexibel reagieren. Wir sorgen bereits heute dafür, dass z. B. Kindergärten so geplant werden, dass sie morgen auch als Jugendtreff oder Bürger-Zentrum, übermorgen als Begegnungsstätte für ältere Menschen genutzt werden können.

Echte Integration – Menschen leben ohne Barrieren
Die barrierefreie Kommune wollen wir auch in Zeiten knapperer Finanzmittel Schritt für Schritt verwirklichen. Von den abgeflachten Gehsteigen, über die rollstuhlgerechte gemeindeeigene Wohnung, den barrierefreien Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen bis zur Umgestaltung der Buseinstiege und Bahnhöfe: Die Aufgabenpalette ist unvermindert groß. Zu einem gleichberechtigten Leben für Menschen mit einer Behinderung gehört für uns die Bereitstellung von – auch geschützten – Ausbildungs- und Arbeitsplätzen unserer Verwaltung, unseren Eigenbetrieben und unseren Gesellschaften. Wir Grünen werden uns auch für eine stärkere Integration von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung in den Kindergärten und Schulen einsetzen.

Sozialpolitik für junge, jung gebliebene, behinderte und benachteiligte Menschen
Wir wollen soziale Gerechtigkeit fördern, in dem wir:
• alten und behinderten Menschen die Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen Leben in der Gemeinde ermöglichen
• Einrichtung oder Fortführung der Seniorentreffpunkte
• Beratung pflegender Angehöriger
• Kostenlose Entsorgung von Vorlagen und Windeln für pflegebedürftige alte Menschen.
• einen Seniorenbeirat einrichten, der dem Sozialausschuss zugeordnet wird.
• Menschen mit Behinderung als Experten in eigener Sache im Seniorenbeirat mitarbeiten lassen.
• die gemeindliche Sozialarbeit stärken, um sozial benachteiligte Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen.
• für alleinerziehende Mütter und Väter Betreuungsangebote auch für unter dreijährige Kinder bereitstellen.

Frauen - Die Hälfte der Verantwortung den Männern
Für viele Wählerinnen ist konsequenter Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und der Einsatz für Bürgerrechte von hoher Bedeutung. Gerade für die Frauen, die sich für ein Leben mit Kindern entschieden haben, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern eines der dringendsten Probleme. Trotz aller Fortschritte ist die Selbstbestimmung der Frauen und die gleichberechtigte Teilhabe am ökonomischen, sozialen und politischen Leben noch nicht erreicht. Deshalb bleibt die Herausforderung für die Grünen Chancengleichheit von Frauen und Männern zu erreichen. Grünes Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe beider Geschlechter an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen zu realisieren. Die Grünen stehen für eine Gesellschaft, die Frauen und Männer ermutigt, ihre eigenen Lebensentwürfe zu verwirklichen.
• Wir wollen die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen realisieren.
• Wir wollen die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten unterstützen und fördern.
• Wir wollen zuverlässige und flexible Betreuungsangebote für Kinder aller Altersgruppen, um jungen Paaren die Entscheidung für Kinder zu erleichtern und vor allen Dingen Alleinerziehenden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
• Wir wollen das Angebot von Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen in Schulen, Sportvereinen und in der Jugendarbeit unterstützen.

Die kommunale Wirtschaft stärken
Lebensqualität und Zukunftschancen sind ganz wesentlich abhängig von einer sozial ausbalancierten, ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise. Wirtschaftspolitik ist kein Selbstzweck, sondern soll Mensch und Natur zugute kommen.
Bei der Lösung der anstehenden Zukunftsaufgaben mit Hilfe einer innovations-, beschäftigungs- und umweltorientierten Wirtschaftspolitik haben kleine und mittlere Unternehmen in Produktion, Handwerk, Handel, Gewerbe und Dienstleistung eine wichtige Funktion. Ihre Wettbewerbsfähigkeit muss vor allem in Hinblick auf den Bestandsschutz, d.h. auf die Erhaltung, aber im Weiteren auch auf die Schaffung von Arbeitsplätzen gestärkt werden. Grüne Wirtschaftspolitik ist daher auch immer Arbeitsförderungspolitik!
Die Ziele kommunaler Wirtschaftspolitik der Grünen sind es die Steuerträge der örtlichen Wirtschaft, die Wertschöpfung von Handel und Dienstleistung, des Handwerks, des Mittelstandes, der Industrie und der Landwirtschaft zu verbessern.
Das Innovations- und Technologietransferpotential muss ausgeschöpft, die fachliche Qualifikation der in Wirtschaft und Handel Beschäftigten vorangetrieben werden. Ein sparsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist geboten. In der Gewerbeflächenpolitik muss die Aus- und Wiedernutzung nicht- oder fehlgenutzter Flächen Priorität vor der Neuausweisung haben.

Wirtschaftsförderung
• Wir wollen das heimische Handwerk verstärkt bei Auftragsvergaben durch die Gemeinde berücksichtigen
• Wir wollen, dass aus Landwirten – Energiewirte werden.
Auf den Ackerflächen der Börde bietet der Zuckerrübenanbau als Energiepflanze zur                     Produktion von Bioethanol auch nach dem Ende der Zuckermarktordnung eine Zukunftsperspektive für Landwirtschaft und Zuckerfabrik.
Verbraucherschutz - Aus der Region frisch auf den Tisch
Nur die Grünen stehen für eine konsequente und moderne Verbraucherschutzpolitik. Verbraucherschutz beginnt vor Ort: Verbraucherinnen und Verbraucher wollen wissen was auf ihren Tisch kommt. Unser Ziel ist es dafür zu sorgen, dass der Wunsch nach gesunder Ernährung und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen für mehr Menschen selbstverständlich wird. Verbraucherpolitik geht alle an - gerade auf lokaler Ebene informieren die Verbraucherberatungsstellen Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte. Hier haben die Grünen die Chance für die regionale Vermarktung von Produkten und die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln zu werben. Gerade im Kindergarten oder in der Schule besteht die Möglichkeit auf die gesunde Ernährung der Kinder Einfluss zu nehmen.
• Wir wollen, dass die Gemeinde Niederzier auf ihren Ackerflächen das Aufbringen von genmanipuliertem Saatgut verbietet und die Gemeinde zur genmanipuliert-freien- Zone erklärt wird.
• Wir wollen die Gründung von Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft aktiv unterstützen,

Natur- und Umweltschutz
Auch für unsere Region gilt: Das Leben vor Ort zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt und Schönheit aus. Wir wollen die verschiedenen Lebensräume für Flora und Fauna erhalten – für uns und für kommende Generationen. Wir bleiben uns treu: Naturschutz ist eine wichtige Aufgabe der Kommunalpolitik. Wir wollen mehr Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, sich bei uns aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt zu engagieren.

Was bedeutet Umweltpolitik in der Gemeinde Niederzier?
Anders als die meisten ländlichen Gemeinden ist Niederzier strikt zweigeteilt in eine große Renaturierungsfläche, bestehend aus Sophienhöhe und Innenkippe und in das eigentliche Gemeindegebiet westlich der L 255. Im Tagebaubereich hat sich in den letzten Jahren ein erfreuliches Tier- und Pflanzenleben entwickelt, so daß diese Flächen auf dem Wege zu einem Ersatz - Erholungsgebiet sind - zwar mit dem ehemaligen Hambacher Forst nicht zu vergleichen, aber besser als gar nichts.

Ganz anders im bewohnten Teil der Gemeinde:
Hier drängen sich Wohnbebauung, Intensivlandwirtschaft und Gewerbeansiedlung zu einer metergenau verplanten Zwecklandschaft zusammen, die fast vergessen läßt, daß man auf dem Dorf wohnt. Das bedeutet, Freiflächen wie Obstwiesen, Sumpfwiesen, Teiche, Gehölzstreifen, Feldhecken , Parkanlagen, Auwälder und vieles andere mehr, was eine lebendige Landschaft ausmacht, findet man in Niederzier kaum mehr. Entsprechend zurückgegangen sind auch Tier- und Pflanzenarten. Igel, Eule und Erdkröte sind selten geworden; Blindschleiche, Rebhuhn und Wiesel so gut wie verschwunden. Knabenkraut, Wiesenstorchschnabel, Schlüsselblume und Akelei wird man auf Niederzierer Wiesen vergeblich suchen. Dafür sind Brennessel, Quecke und Distel auf den Vormarsch.
Der Niederzierer Bürger, der mit seiner Familie oder seinem Hund naturnah spazierengehen möchte, ist gezwungen, ins Auto zu steigen und mindestens bis zur Sophienhöhe zu fahren. Niederzierer Landschaft präsentiert sich als abgezirkelte Agrarsteppe, strukturiert durch Stacheldrähte, Teerwege und Hochspannungsleitungen. Noch verschärft durch den intensiven Wohnungsbau und die Gewerbeansiedlung der letzten Jahre stehen sich heute Bürger und Bauern gegenseitig auf den Füßen.
Kurzum, in Niederzier geht es nicht mehr um Naturschutz, denn es gibt hier fast nichts mehr zu schützen. Es geht um Renaturierung, Rückbau und naturnahe Landschaftsplanung. Wir Grünen haben hierzu eine Reihe von Maßnahmen ins Auge gefasst:
• Der Ellebach, das „Rückrat" der Niederzierer Landschaft ist in einem bedauernswerten
Zustand. Durch die Schließung der Kläranlagenwasser entlang des Wasserlaufes, fällt der Bach während der Sommermonate über weite Strecken trocken.
Daher halten wir es in jedem Falle für geboten, das Ellebach-Umfeld im Rahmen von Landaufkauf, Landtausch und Flächenausgleich Stück für Stück einer naturnahen Nutzung zu zuführen und durch Renaturierungsmaßnahmen breite Uferbänke, Sumpfzonen, Rückhalteteiche und Feuchtwiesen zu schaffen.

• An vielen Stellen bietet es sich an, Feldränder bzw. Feldwege mit Heckenstreifen von mehreren Metern Breite zu versehen. Auch dies kann als Kompensations maßnahme, durch Landtausch, Flächenstilllegung oder über Landesprogramme realisiert werden. Hecken bieten Mardern, Wieseln und Raubvögeln Schutz und verringern damit die Mäuseplage. Sie sind angenehm für das Auge und bieten dem Spaziergänger Windschutz in der kalten Jahreszeit.
In der ablaufenden Wahlperiode wurde mit derartigen Maßnahmen zur ökologischen Anreicherung der Landschaft im Gemeindegebiet bereits begonnen und der der richtige Weg einschlagen.
So wurden großzügige Bepflanzungsmaßnahmen entlang eines Feldweges, der von der Mühlenstraße in Richtung des neuen Gemeindewaldes „Broisterd“ verläuft, durchgeführt. Die Gemeinde sollte ihre Bemühungen fortsetzen, die Ortsrandlagen mit Obstwiesen, Baumgürtel, und Heckenstreifen zu begrünen, um so die Wohnqualität zu erhöhen.
Wir erwarten, dass diesen Maßnahmen im Bereich Fünf Weiher, süd-östlich von Niederzier, weitere Begrünungen folgen werden. Hier insbesondere in dem auch weitgehend ausgeräumten Bereich zwischen Huchem - Stammeln, Selhausen, Krauthausen einerseits sowie Niederzier und Oberzier andererseits.

Zusammenfassend ist zu sagen, daß Niederzier sich durch intensive Bebauungspolitik und Gewerbeansiedlung immer mehr von einer Agrargemeinde weg und hin zu einer Wohngemeinde entwickelt. Wenn man dies will, so muß man auch konsequent sein und die Qualität des Wohnumfelds verbessern. Niederzier besitzt viel gemeindeeigenes Land und die Zahl der Höfe nimmt rapide ab. Es wäre also prinzipiell möglich, die Flächennutzungen zu ändern und die Wohnqualität zu verbessern.
Somit hängt alles am mangelnden politischen Willen. Wir möchten mit Ihrer Hilfe erreichen, daß sich hier etwas ändert!

• Wir wollen, dass Niederzier im Naturschutz wieder nach vorne kommt, indem wir:
• die Ortsrandlagen durch Anpflanzungen von Heckenstreifen, Baumgürteln und Obststreuwiesen aufwerten
• die Ausgleichsmaßnahmen (für Eingriffe in die Natur) innerhalb der Wohnbebauung und wohnortnah durchführen
• die ökologischen Anreicherungsmaßnahmen der Landschaft innerhalb des Gemeinde-gebietes mit Bepflanzungsaktionen fortsetzen.
• das Amt des Landschaftswartes mit einer Person besetzen, die diese Aufgaben mit dem notwendigen Engagement und Ernst ausübt.
• die Allee, die die beiden Ortschaften Oberzier und Huchem-Stammeln verbindet, erhalten.
• die Artenvielfalt und Lebensräume bewahren und zerstörte Lebensräume wiederherstellen.

Umweltschutz
• Wir wollen, dass Niederzier im Umweltschutz wieder nach vorne kommt, indem wir:
• die Pflege der gemeindeeigenen Beete durch die Vergabe von Patenschaften sicherstellen. Die Gemeinde stellt hierfür am Bauhof die Pflanzen kostenlos zur Verfügung.
• die Verfolgung und das Auffinden der Verursacher wilder Müllablagerungen durch ordnungsbehördlichen Maßnahmen verstärken.
• Industriebetriebe, Firmen und Unternehmen, die auf dem Gebiet der Gemeinde Niederzier tätig sind oder tätig werden wollen, auf die Einhaltung der Umweltstandards und Gesetze (z.B. Immissionsschutzgesetz bei Feinstäuben) hinweisen.


Tierschutz
Die Ausdehnung menschlicher Siedlungen hat die Lebensräume von Tieren und
Pflanzen als Bestandteil eines funktionierenden Ökosystems immer weiter eingeengt.
Obgleich unsere Gemeinde eine mehr und mehr von der Natur entfernte Kulturlandschaft
darstellt, bietet sie dennoch einen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.
Ihnen Überlebenschancen einzuräumen sind wir in der Verantwortung.
Eine tiergerechte Kommunalpolitik ist daher notwendig


Ökologische Maßnahmen

• Biotope schaffen und vernetzen – Amphibien und Kleinsäuger haben so einen größeren Lebensraum, ohne Straßen überqueren zu müssen
• Baumschutzsatzungen errichten bzw. auf Obstbäume ausdehnen – für Singvögel und Fledertiere sind sie wichtige Lebensräume!
• Ökologischen Garten- und Landbau fördern – Motorsensen und Kreiselmäher verletzen regelmäßig Igel und andere Kleinsäuger, daher in
kommunalem Auftrag nicht einsetzen
• Heimische Gehölze vorschreiben – die Thuja wächst zwar schnell und zuverlässig, bietet aber keinerlei Nistmöglichkeiten.

Tierschutzmaßnahmen
• Wir wollen jegliche „Nutz“tierhaltung regelmäßig und nachhaltig kontrollieren.
• Besonders die Differenzierung zwischen Gewerbebetrieb und Landwirtschaft beachten: Wer nicht tatsächlich mehr als 50% des Tierfutters auf dem eigenen Land erwirtschaftet, ist kein Landwirt und
gehört nicht in den Außenbereich sondern in ein Gewerbegebiet!
• Nerze und Füchse auf Pelztierfarmen sind Fleischfresser, ihre Zucht kann daher keine Landwirtschaft sein!
• Tiertransporte und Schlachthöfe streng auf Einhaltung von Vorschriften
wie z.B. Transportzeiten und Betäubung kontrollieren

• Wir wollen Wasser- und andere Vögel schützen
• Uferbepflanzung, Acker- und Wiesenrandstreifen, Feldraine und
Begrenzungshecken (Knicks) als Rückzugsgebiete für Vögel und
andere Wildtiere bewahren bzw. schaffen
• Überpopulation durch Geburtenkontrolle regeln (Gipseier),
Erpelüberschuss durch Fang und Umsetzung der Erpel entspannen
• Infotafeln über Lebensweise und Fütterungsverbot aufstellen

• Wir wollen Ratten und Mäuse durch natürliche Feinde begrenzen
• Marder, Iltis, Wiesel sind ihre natürlichen Feinde – Jagdverbote auf
diese Tiere prüfen
• Ansitzstangen für Greifvögel sind preiswert und wirkungsvoll
• Gift gefährdet hingegen auch Kinder und Haustiere.

• Wir wollen Jagd auf Rabenvögel vermeiden – sie sind nützliche Aasfresser und regeln ihre Population sehr gut selbst, wenn nicht eingegriffen wird.

• Tierheime übernehmen regelmäßig kommunale Pflichtaufgaben (z.B.
            Unterbringung von Fundtieren, die laut BGB dem Fundbüro obliegt).
• Förderung von Tierheimen durch Zuschüsse
• Hundesteuer für Hunde aus dem Tierheim erlassen oder ermäßigen
• Wir wollen Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit örtlichen Tierschutz- organisationen
            – ohne sie können schon die Pflichtaufgaben in vielen Fällen nicht erfüllt werden.

Die Energiewende fortsetzen
Die aktuellen Klimaprognosen zeichnen ein bedrohliches Bild. In diesem Jahrhundert wird ein Anstieg der Temperaturen und des Meeresspiegels erwartet, der gravierende Auswirkungen hat. Schon jetzt zeigen Starkre¬genereignisse und Überschwemmungen, aber auch zunehmende starke Stürme, dass der Klimawandel auch in NRW bereits angekommen ist. Dies bestätigt unsere langjährigen Forderungen nach einer klimagerechten Poli¬tik auch in der Kommune. "Global denken - lokal handeln", dieser lang¬jährige Leitsatz der Grünen ist aktueller denn je. Energieeinsparung, der Einsatz effizienterer Energietechnik und der mas¬sive Ausbau erneuerbarer Energien schonen dabei nicht nur das Klima. Sie sorgen auch dafür, dass Aufträge und Wertschöpfung in der Region blei¬ben und Arbeitsplätze im Handwerk, in der Landwirtschaft und bei Dienst¬leister/Innen geschaffen und gesichert werden. Dezentrale Lösungen, der Ausbau der Kraft-¬Wärme-¬Kopplung, die energetische Sanierung öffentli¬cher Gebäude, verbindliche Energieeinsparziele, eine an Energieeffizienz orientierte Beschaffungspolitik auch für Geräte und Fahrzeuge und der Ausbau der erneuerbaren Energien sind Bausteine eines kommunalen Kli¬ma-¬Programms, das Arbeitsplätze vor Ort schafft. Einkommensschwache Haushalte werden die dramatischen Energiepreis¬steigerungen schon bald nicht mehr bewältigen können. Hohe Energieprei¬se sind damit eine sozialpolitische Herausforderung. Für uns Grüne gilt: Eine Grundversorgung mit Energie, die zum Leben und zur sozialen Teilhabe unerlässlich ist, muss sichergestellt sein. Die Abschaffung oder Reduzierung von Energiesteuern lehnen wir ab, denn das ist nicht sozial gerecht und fördert Energieverschwendung. Ebenso wenig sind spezielle Sozialtarife für Bedürftige sinnvoll. Sie stig¬matisieren die Betroffenen und schaffen neue Ungerechtigkeiten. Dagegen sind Stromspartarife sozial gerecht und bieten gleichzeitig Anreiz zum Energiesparen. Darüber hinaus brauchen wir ein Verbot von Gas ¬und Stromsperren für einkommensschwache Haushalte, die regelmäßige An¬passung der ALG¬II¬ Sätze und eine aufsuchende Energieberatung, um so kurzfristig die schlimmsten Folgen der Energiepreissteigerungen abzumil¬dern.
Energie
• Wir wollen mit Energiemanagement, Energieeffizienz und Energieeinsparungen bei gemeindeeigenen Gebäuden und Einrichtungen die Umwelt und den kommunalen Haushalt entlasten.
• Wir wollen, dass die gemeindeeigenen Gebäudedächer zu Solarkraftwerken werden.
• Wir wollen die ökologische Beschaffung zum Standard machen. Die Gemeinde sollte ihre Nachfrage auf nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und erneuerbare Energien ausrichten.
• Wir wollen dass der im Euopean-Energy-Award festgelegte Maßnahmenkatalog umgesetzt wird.
• Wir wollen die Fortsetzung des gemeindlichen Förderprogramms für regenerative Energien für die Bürger der Gemeinde
• Wir wollen einen gemeindlichen Zuschuss für Wärmedämmmaßnahmen an Privathäusern.
• Wir wollen beim gemeindlichen Gebäudebestand die energetische Gebäudesanierung fortsetzen.

Verbot von Gas- ¬und Stromsperren für einkommensschwache Haushalte
Einkommensschwache Haushalte werden die dramatischen Energiepreis¬steigerungen schon bald nicht mehr bewältigen können. Hohe Energieprei¬se sind damit eine sozialpolitische Herausforderung. Für uns Grüne gilt: Eine Grundversorgung mit Energie, die zum Leben und zur sozialen Teilhabe unerlässlich ist, muss sichergestellt sein. Wir wollen Stromspartarife, die sozial gerecht sind und gleichzeitig Anreiz zum Energiesparen bieten. Darüber hinaus brauchen wir ein Verbot von Gas- ¬und Stromsperren für einkommensschwache Haushalte, die regelmäßige An¬passung der ALG¬II¬ Sätze und eine aufsuchende Energieberatung, um so kurzfristig die schlimmsten Folgen der Energiepreissteigerungen abzumil¬dern.


Bauen und Wohnen
• Wir wollen die Bebauungsplanung ökologisch ausrichten. Beim Baugebiet "Neue Mitte Niederzier" soll erstmals die Energieversorgung eines ganzen Baugebietes nach längst überfälligen ökologischen Kriterien ausgerichtet werden, was wir als Grüne schon seit Jahren gefordert haben.
• Wir wollen dafür sorgen, dass die Solararchitektur auch in der Gemeinde Niederzier umgesetzt wird.

Verkehr
Viele Niederzierer halten die negativen Begleiterscheinungen des modernen Verkehrs für unumgänglich. Doch das ist nicht so! Wir wollen versuchen, die Voraussetzungen zu verbessern, damit immer mehr Menschen zu Fuß gehen oder auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie z.B. Fahrrad, Bus und Bahn, sowie Fahrgemeinschaften umsteigen können. Wir wollen an unserer Vision einer lebenswerten Gemeinde, in der es weniger Lärm, Gestank und Unfälle gibt, in der aber trotzdem alle Menschen sicher und schnell an ihr Ziel gelangen können, arbeiten.
Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Nahverkehr müssen bei Planungen vorrangig berücksichtigt werden. Grundsätzlich ist auf Verkehrsvermeidung Wert zu legen. Wichtige Forderungen und Informationen zum Bus- und Bahnverkehr finden sie auch im Wahlprogramm der Grünen für den Kreis Düren!

• Wir wollen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen mit Bürgerbeteiligung umsetzen.
• Wir wollen die Vervollständigung des Radwegenetzes in der Gemeinde Niederzier.
• Wir wollen moderne, behindertengerechte Busse mit einem pünktlichen und kunden- freundlichen Betriebsablauf.
• Wir wollen, dass die Haltestellen attraktiver ausgestattet werden und die Informationsmöglichkeiten durch Fahrgastinformationssysteme deutlich verbessert werden.   
• Bessere Fahrmöglichkeiten auch in den Abendstunden und an den Wochenenden.
• Anschluss- und Umsteigemöglichkeiten müssen verbessert werden. Zum Beispiel besser Anbindung an die Rurtalbahn.
• Wir wollen ein flexibles, kostengünstiges Angebot in den Abend- und Nachtstunden, vor allen Dingen an Wochenenden.
• Entwicklung eines Konzeptes für den Freizeitverkehr, besonders für den Nationalpark Eifel. Es muss möglich werden, die beliebtesten Ausflugs- und Wanderregionen auch ohne Auto zu erreichen.
• Die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern insbesondere bei den Ampelschaltungen besser berücksichtigen.
• Durch verbesserte Kennzeichnung von Fahrradstreifen und -halteflächen an Verkehrsknotenpunkten den Fahrradverkehr sicherer machen.

Die Bürgerkommune
Mitreden, Mitentscheiden, Mitmachen – Du entscheidest vor Ort!


Unsere Kommune braucht das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger mehr denn je. Schon heute sind viele sportliche und kulturelle Angebote, aber auch soziale und gesundheitliche Hilfeleistungen überhaupt nicht mehr denkbar ohne die große Zahl von freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Gleiches gilt für die lokale Demokratie, die von der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalpolitischen Entscheidungen und an der praktischen Gestaltung des Gemeinwesens lebt.
Wir Grünen haben reichlich Erfahrung mit Bürgerbewegungen. An vielen Projekten der Lokalen Agenda sind wir aktiv beteiligt. Wir haben erfahren: die Bürgerinnen und Bürger wissen am besten, wie sie in Zukunft in ihrer Kommune leben wollen. Entscheidend ist: Wir brauchen vielfältige Möglichkeiten zum Mitreden, zum Mitmachen und zum Mitentscheiden.

Der Ruf nach bürgerschaftlichem Engagement ist derzeit in aller Munde. Das allseits gewünschte Bürgerengagement geht aber bisher nicht mit der Stärkung demokratischer Rechte einher. Unser Rathaus muss sich weit öffnen. Menschen, die soziale Aufgaben übernehmen, zum Beispiel im Sportverein Kinder und Jugendliche trainieren oder sich im Umwelt- und Naturschutzbereich engagieren, sind für uns wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, deren Anregungen und Vorschläge wir ernst nehmen.
Akute Sparzwänge werden die Politik bei uns in den kommenden Jahren bestimmen. Wir bekommen die Folgen hoher Arbeitslosigkeit und schwacher Konjunktur besonders zu spüren. Die Folgekosten großer Investitionen aus besseren Zeiten und eines sorglosen Umgangs mit sprudelnden Steuerquellen belasten zusätzlich unsere Kassen. Wir werden mit weniger Geld auskommen müssen. Dafür müssen wir ehrliche Diskussionen in Gang setzen: Wie können durch Kreativität, Eigenleistung und Zusammenarbeit auch mit weniger Geld wünschenswerte Einrichtungen erhalten und die richtigen Prioritäten gesetzt werden?

Wer sich engagiert, muss sicher sein können, dass der eigene Beitrag für die Gemeinschaft nicht andernorts zu mehr Verschwendung führt. In Zeiten knapper Kassen ist die Transparenz aller Entscheidungen und die ehrliche Information über die Finanzströme bei uns besonders wichtig. Eine aktive Bürgergesellschaft setzt Chancen- und Zugangsgerechtigkeit voraus. Wir Bündnisgrünen in der Gemeinde Niederzier wollen jeder und jedem die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Bildungs- und Integrationsangebote, Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit und eine aktive kommunale Arbeitsmarktpolitik haben eine hohe Priorität für uns. Wir wollen den Anstoß für eine neue Bewegung geben, in der die Bürgerinnen und Bürger maßgeblich unsere Gemeinde gestalten. Eine zukunftsfähige Politik in Niederzier baut auf die Ideen und den Gestaltungswillen der Bevölkerung.

Wichtiger denn je – Kommunal selbst verwalten
Kommunalpolitik, die Gestaltung vor Ort, ist das Fundament von Politik schlechthin. Gute oder schlechte Kommunalpolitik beeinflusst das Verhältnis vieler Menschen zu den Parteien, zum Staat, zu Europa. Die kommunale Selbstverwaltung wird regelmäßig von den Parteien und besonders bei Festakten als „Schule der Demokratie" gepriesen. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass von allen politischen Ebenen – von der Europäischen Union, über den Bund bis zu den Bundesländern –, der Bestand eben dieser kommunalen Selbstverwaltung ausgehöhlt und in Frage gestellt wird. Wir Grüne treten an, um Gemeinden, Städte, Kreise und Regionen und ihre Institutionen zu stärken, das Band zwischen den Menschen und ihren Kommunen und die kommunale Selbstverwaltung zu festigen.

Der Kommunaler Bürgerhaushalt
In den letzten Jahren haben viele Kommunen die Zeichen der Zeit erkannt. Verwaltungen öffnen sich den Bürgerinnen und Bürgern, Bürgernähe ist zum geflügelten Wort geworden. In der kommunalen Haushaltspolitik werden neue Steuerungsmodelle eingeführt. In Verwaltungen werden althergebrachte Hierarchien abgebaut, die Verantwortung aller Beschäftigten wird gestärkt. Wir Grünen unterstützen, fordern und fördern die Entwicklung zur bürgerorientierten Verwaltung. Sie ist eine unverzichtbare Bedingung dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Gemeinde vermehrt einbringen und Verantwortung übernehmen.

Mehr Geld in die Kasse – Die nachhaltige Reform der Gemeindefinanzen bleibt auf der Tagesordnung
Bündnis 90/Die Grünen kämpfen seit Jahren für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen. Aus eigener Kraft und mit der Beschränkung auf die wenigen eigenen Gestaltungsmöglichkeiten bei den Einnahmen ist es uns auf Dauer nicht möglich, ausgeglichene Haushalte aufzustellen

Haushalt und Finanzen
• Wir wollen bei den Gebühren mehr Transparenz und Gerechtigkeit durchsetzen durch Gebührensplitting beim Abwasser
• Wir wollen durch eine Erhöhung der Rückvergütung die Müllvermeidung fördern
• Wir wollen solide Gemeindefinanzen garantieren
• Wir wollen ein transparentes Haushaltsaufstellungsverfahren unter Bürgerbeteiligung