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Grüne Niederzier 
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Am Umspannwerk Oberzier

Konverterstation und Stromautobahn – Der Gesundheitsschutz muss Vorrang haben!


Die Amprion GmbH beabsichtigt ab 2017, eine Stromautobahn in Betrieb zunehmen, die am Umspannwerk Oberzier mit einer zu errichtenden Konverterstation ihren Ausgangs- und Endpunkt hat und mit einem unterirdisch zu verlegenden 100 km langen Kabel bis nach Belgien/Lixhe und dort mit einer zweiten ebenfalls zu errichtenden Konverteranlage verbunden sein wird.

Zwar haben Mitarbeiter von Amprion im Sommer letzten Jahres auf einer gut besuchten Bürgerversammlung in der Aula der Gesamtschule sich allen kritischen Fragen und Bedenken gestellt und hat eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Umwelt ausgeschlossen.
Jedoch gibt es unter Fachleute sehr unterschiedliche Auffassungen über die Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung:
Als „möglicherweise krebserregend“ stufte die Weltgesundheitsorgasiation (WHO) die langfristige Wirkung von magnetischer Strahlung über 0,3 Mikrotesla ein.
Der Geschäftsführer des Hannoveraner Forschungsinstituts Ecolog. Dr. Horst-Peter Neitzke hält die Studienergebnisse, auf die sich die WHO-Einstufung stützt, für erdrückend, weil der Zusammenhang zwischen dauerhafter Magnetfeldexposition und Kinderleukämie immer wieder bestätigt wurde.
Der statistische Zusammenhang alleine liefert aber noch keine Erklärung für die Entstehung dieser Krankheit. Er ist theoretisch möglich, dass die Ursache nicht in der magnetischen Flussdichte liegt, sondern in Faktoren, die mit ihr in Verbindung stehen. Um den Wirkungsmechanismus herauszufinden, finden auf internationaler Ebene und in Deutschand klinische und Laborstudien statt, unter anderem initiiert vom Bundesamt für Strahlenschutz. Wegen der bestehenden Unklarheiten sprechen Experten von „Vorsorge“ wenn sie Gesamtwerte unter 0,3 Mikrotesla anstreben.
Das liegt sehr weit von den 100 Mikrotesla entfernt, die die Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26.BImSchV)
als Grenzwert vorsieht.
Wissenschaftlich belegt ist Folgendes:
Hohe Feldstärken verändern die natürlichen Stromdichten im Körper. Diese betragen 1 bis 10 Milliampere pro m². Zusätzliche Ströme erregen die Nerven- und Muskelzellen sowie die Sinnesorgane. Das kann je nach Feldstärke zum Kribbeln, zu Muskelzuckungen und –krämpfen bis zu Herzkontraktionen und Herzkammerflimmern führen.

Wir wollen, dass unabhängige Fachleute zu den Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf Mensch und Umwelt Stellung nehmen.
Wir wollen, dass es durch die Errichtung und den Betrieb der Konverteranlage nicht zu weiteren Belastungen und Beschränkungen für die Niederzierer Bevölkerung kommen darf.
Wir wollen, dass der Gesundheits- und Lärmschutz an erster Stelle stehen muss.
Wir wollen den Baustellenverkehr von der Ortschaft Berg fernhalten, indem die Baustraße als direkter Verbindungvon der L12 zur Baustelle errichtet wird.
Wir rufen alle Bürger dazu auf, ihre Bedenken im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens einzubringen!