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Kreis Düren wird Hartz IV Modellkommune


Die NRW-Landesregierung hat den Kreis Düren zusammen mit fünf anderen Kommunen aus NRW für Wahrnehmung des sogenannten "Optionsmodells" bei der Umsetzung von Hartz IV ausgewählt. Diese Entscheidung muss die Bundesregierung noch bestätigen, was aber als Formsache gilt.
Damit wird der Kreis Düren in Zukunft in eigener Verantwortung alle Menschen betreuen, die Arbeitslosengeld II beziehen.

Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag: "Wir GRÜNE haben uns von Anfang an mit allem Nachdruck in Düren, aber auch in Düsseldorf und Berlin dafür eingesetzt, dass der Kreis Düren in den Genuss der Option bei Hartz IV kommt. Die im Kreis vorhandenen Voraussetzungen für eine aktive Arbeitsmarktpolitik sind hervorragend und das hat die Landesregierung mit ihrer Entscheidung nun auch positiv gewürdigt. Doch die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst: Kreisverwaltung, Job-com und die Beschäftigungsgesellschaften müssen die Maxime "Fördern und Fordern" in kürzester Zeit in organisatorische Strukturen und konkrete Projekte umsetzen. Das ist ohne Zweifel die größte sozialpolitische Herausforderung für den Kreis Düren, die es jemals gegeben hat. Wir GRÜNE werden diesen Prozess konstruktiv begleiten und aktiv unterstützen, wo immer dies notwendig ist. Wir werden aber auch sehr genau darauf achten, dass die neue kommunale Selbstbestimmung nicht zu Sozialdumping genutzt wird. Im Mittelpunkt stehen betroffene 17.000 Menschen im Kreis Düren, denen die Chance gegeben werden muss, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen."

Schon am Donnerstag wird Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, mit einem Besuch bei der Firma low-tec sich ein Bild von den Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrukturen im Kreis Düren machen.