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Gemeinschaftsschule (Aug.2010)

Pressemitteilung vom 10. August 2010

Krischer: "Gemeinschaftsschule bietet Chancen für Kinder und Kommunen im Kreis Düren"

Zum Artikel "CDU: Koalitionsvertrag ist eindeutig ruhrgebietslastig" (Kreisseite Dürener Zeitung/Nachrichten vom 06.08.10) erklärt Oliver Krischer, MdB, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN:

"Warum der Rot-Grüne 94-seitige Koalitionsvertrag von SPD UND GRÜNEN in NRW ruhrgebietslastig sein soll, wenn das Land die Einführung eines Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unterstützt, bleibt das Geheimnis von Karl Schavier.

Überhaupt: Dass ein CDU-Vertreter, der den jahrlangen Raubzug der abgewählten schwarz-gelben Landesregierung durch die Kommunen und die Steuergeschenke der Bundesregierung an Hoteliers bei gleichzeitigen Sozialkürzungen gutgeheißen hat, jetzt die geplante Finanzpolitik der Rot-Grünen Landesregierung kritisiert, muss man nicht ernst nehmen. Deshalb lassen sich die Ausführungen von Schavier wohl eher als Phantomschmerzen eines altgedienten Kreisvorsitzenden über die beispiellose Wahlniederlage der CDU bei der Landtagswahl und die Tatsache, dass die CDU im Kreis Düren sogar noch überdurchschnittlich verloren hat, abbuchen.

In einem Punkt hat Schavier allerdings Recht: Die Schullandschaft im Kreis Düren wird sich deutlich verändern. Das hat allerdings weniger mit der Landesregierung sondern mit sinkenden Schülerzahlen und einem überkommenen, gegliederten Schulsystem zu tun. Etliche Hauptschulen im Kreis sind im Bestand bedroht, während Gesamtschulen Schülerinnen und Schüler in Scharen abweisen müssen.

Wenn nichts geschieht, wird es außerhalb von Düren und Jülich im Kreis bald nur noch wenige weiterführende Schulen geben. Die von der Landesregierung vorgeschlagene Gemeinschaftsschule, die den gymnasialen Standard einschließt, ist besonders für Kommunen wie Nörvenich, Linnich, Nideggen, Inden usw. die Chance, weiterführende Schulen zu erhalten. Über die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule entscheiden die Kommunen, nicht das Land. Es gibt viele positive Rückmeldungen zu diesem Modell der Landesregierung - besonders auch von CDU regierten Kommunen.

Karl Schavier aber begibt sich in die ideologischen Schützengräben früherer Jahrzehnte und ruft den Schulkrieg aus, statt konstruktiv und pragmatisch an der Entwicklung von weiterführenden Schulen im Kreis Düren mitzuarbeiten. Das mag seinem Weltbild gut tun, schadet aber den Bildungschancen unserer Kinder, die auch im Kreis Düren bisher mehr von der Herkunft und vom Einkommen der Eltern abhängen als von den Fähigkeiten der Kinder.
Aber viele CDU-Kommunalpolitiker auch im Kreis Düren sind da bildungspolitisch längst weiter als ihr Vorsitzender und werden an der Einrichtung von Gemeinschaftsschule mitarbeiten, auch weil sich so die Chance bietet, wohnortnahe Schulstandorte trotz sinkender Schülerzahlen zu erhalten. Da hat die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung vollständig versagt und keine Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft geliefert."

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